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Tag der Selbsthilfe

Am 28.08.2010 fand der 5. Tag des Paritätischen in der Altmark im Schlosspark Kunrau unter Beteiligung der DVMB-Gruppe Stendal statt.

Während der Paritätische und der Ort Kunrau mit verschiedenen Gruppen für das kulturelle Programm sorgten, präsentierte sich die DVMB-Gruppe Stendal mit einem Informationsstand.

20 Jahre Gruppe Stendal – Jubiläumsfahrt

Liebe Gisela!

Die Vorbereitungen zum 20jährigen Bestehen unserer Gruppe waren sehr umfangreich – Saal anmieten, Einladungskarten entwerfen, Mitglieder und Gäste einladen, Anmeldungen abwarten, Presse informieren, Festrede ausarbeiten, Tischdekoration basteln, Tänze zur Aufführung einüben und die Festveranstaltung im „Schwarzen Adler“ organisieren.

Der Höhepunkt unserer Festlichkeiten sollte die Fahrt nach Bad Frankenhausen werden.

Leider konntest Du aus Krankheitsgründen nicht an dieser Fahrt teilnehmen. Mit diesem Brief schildern wir Dir unsere Erlebnisse und Eindrücke.

Am Herrentag ging es morgens schon früh los. Das Hotel war dank Navigationsgerät schnell gefunden.Das Hotel "Residenz" liegt oberhalb der Oberkirche von Bad Frankenhausen. Heute ist die Kirchturmspitze 4,60 m aus dem Lot und damit schiefer als der schiefe Turm von Pisa.

Nach dem Einchecken ging es auch gleich weiter. Unter dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“ – in unserem Fall zum Panorama-Museum - ging es den Berg hinauf, entlang des Lutherweges oder auch über einen Klettersteig. Unsere Kondition wurde ganz schön gefordert, denn wir „Flachlandtiroler“ sind solche Höhen nicht gewöhnt.

Im Panorama-Museum bildeten wir uns anhand des Rundbildes vom Werner Tübke über die Geschichte des Bauernkriege weiter. Dank der modernen Technik konnten wir mit einem Headset, einem kleinen Kopfhörer im Ohr, den Erläuterungen der Führerin problemlos folgen.

Das faszinierende Gemälde stellt auf 14x123 m Leinwand über 3000 Figuren dar. Das Bild erzählt nicht nur von der Schlacht, sondern auch von den Lebensverhältnissen am Ende des Mittelalters.

Der Abstieg war dann gemütlicher und führte uns durch blühende Streuobstwiesen. Abends haben wir uns in der hoteleigenen Therme von den Strapazen erholt.

Am nächste Tag fuhren wir nach Sömmerda, wo wir von Klaus herzlich empfangen wurden. Bei einer Stadtführung lernten wir die Altstadt kennen und machte uns mit der Entwicklung der Stadt vertraut. Zum Glück wurde Sömmerda im zweiten Weltkrieg nicht zerstört, so dass viele alte Gebäude erhalten blieben. Industriell wurde Sömmerda durch die Zündladegewehre berühmt und bekannt. Zu DDR-Zeiten war auch das Büromaschinenwerk ein sehr bedeutender Betrieb. Interessant war auch der Bericht über die Waidpflanze und deren Bearbeitung. In einem Stadtmauertürmchen konnten wir uns ein Modell darüber ansehen.

Das Highlight des Tages war die Verkostung von echten gegrillten Thüringer Bratwürsten im Garten von Klaus und Silke. Apropos Silke! Sie hatte leckeren Streuselkuchen gebacken, nach einem Rezept aus dem DDR-Kochbuch „Wir kochen gut“. Einfach lecker!

Wir erzählten, was es Neues in der Stendaler Gruppe gibt und Klaus berichtete von seinen Bemühungen, in Sömmerda eine neue Gruppe aufzubauen. Wie in alten Zeiten gab Hendrik wieder ein Repertoire von lustigen Witzen.

Am Sonnabend ging´s gleich nach dem Frühstück los zum Kyffhäuser Denkmal. Wir waren nicht allein unterwegs, sondern auch viele Radfahrer und Biker. Die Autofahrer mussten in den Kurven höllisch aufpassen!

Wir sind den Weg über die Unterburg gegangen und haben viel fotografiert. Wir haben vor dem Denkmal junge Leute angesprochen, um ein Gruppenfoto zu machen. Karola H. wurde mit den Worten angesprochen: „Sie mit der lustigen Hose“, (die Du mit ihr in Lutherstadt Wittenberg gekauft hast) „gehen Sie etwas mehr nach rechts, denn es ist genügend Platz auf dem Bild.“

Die oberste Aussichtsplattform beim Denkmal erreichten wir über 276 Stufen mit einem Höhenunterschied von 81 m. Von oben hatten wir einen Super-Ausblick ins Thüringer Land bis zum Brocken. Das Gelb der Rapsfelder wechselte mit dem Grün der Wiesen und Wälder.

In der Oberburg gab es eine neue Attraktion. Wir konnten dort mit großen Würfeln Puzzle-Bilder zusammenstellen und fühlten uns in die Kindheit versetzt.

Nach der Anstrengung des Abstieges erfolgte die Entspannung in der Kyffhäuser-Therme. In dem Solewasser mit verschiedenen Erlebnisbecken und einer komfortablen Sauna hielten es die meisten von uns vier Stunden aus. Auch Klaus haben wir zum „Erholen“ eingeladen. Die anderen schauten sich anschließend in der Stadt die Umgebung an. Unter anderem sahen sie sich die Unterkirche von Bad Frankenhausen an. Die Kantorin lud zum Friedensgebet ein, das mit lautem Glockengeläut begleitet wurde.

Am Muttertag checkten wir nach dem Frühstück aus. Der letzte Tag führte uns nicht in die Höhle des Löwen, sondern in die Barbarossa-Höhle. Sie ist die größte Höhle Deutschland, die durch Auslagerungen von Gips entstanden ist. In ihrem weit gespannten Gewölbe glitzern kristallklare Seen. Diese Höhle gibt es in ihrer Art nur noch ein zweites Mal auf dieser Welt, im 3000 Kilometer entfernten Ural. Aber soweit wollten wir ja nicht fahren und waren froh, dass es vor Ort so eine interessante Höhle gibt!

Auf der Heimfahrt hatten wir dann lange Zeit noch das Kyffhäuser-Denkmal im Blick. Gestärkt haben wir uns unterwegs in dem Mühlen-Café in Wolmirstedt, das dir auch bekannt ist. Das wichtigste hätten wir bald vergessen: Du kannst Dir ja denken, dass an den Abenden das Rommé-spielen nicht zu kurz kam, von Karola H. genauestens dokumentiert!

Resümee: Das waren vier tolle Tage mit Anstrengung (Berg steigen), mit neuem Wissen (Panorama-Museum, Stadtführung , Kyffhäuser-Denkmal, Barbarossa-Höhle) und Erholung (Garten, Kyffhäuser-Therme) bei sonnigem Frühlingswetter.

Danke an Klaus, der die Stadtführung und die Grill-Party organisierte. Danke an Viola, die sich um das Hotel und die Besichtigungen kümmerte und an Marlies, die für den finanziellen Rahmen sorgte.

Wir wünschen Dir baldige Genesung, damit Du beim nächsten Treffen (Frauenseminar) dabei sein kannst.

Herzliche Grüße von den Bechtis aus Stendal

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