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Gründung der Therapiegruppe Wittenberg

Am Montag, 17. März 2008, fand in den Räumen der Krankenpflegeschule der Paul-Gerhard-Stiftung in Wittenberg die Gründung der Therapiegruppe Wittenberg statt.

Der Einladung von Karsten Holste, Schriftführer im DVMB – Landesverband Sachsen-Anhalt e.V., zur Gruppengründung waren elf Morbus-Bechterew-Betroffene aus der Lutherstadt Wittenberg und der Umgebung gefolgt. Auch ein Vertreter der „Mitteldeutschen Zeitung“ war gekommen, um der bevorstehenden Gruppengründung beizuwohnen.

Der Gründungsveranstaltung gingen bereits einige Treffen mit Verantwortlichen der Paul-Gerhard-Stiftung und einer Informationsveranstaltung am 28. Februar 2008 voraus. Während die Vorgespräche mit der Paul-Gerhard-Stiftung der Schaffung von Voraussetzungen für die baldige Therapieaufnahme dienten, wurden auf der Informationsveranstaltung am 28. Februar 2008, an welcher 13 Betroffene und Interessenten teilnahmen, Fragen zur Erkrankung Morbus Bechterew und ihrem Umgang, Möglichkeiten und Arten der Behandlung sowie zur Vereinigung Morbus Bechterew und ihrer Untergliederungen beantwortet.

Karsten Holste erläuterte den Anwesenden das Anliegen, endlich auch in Wittenberg eine Therapiegruppe für Morbus-Bechterew-Betroffene zu gründen und den Anfragen etlicher Betroffener aus Wittenberg und Umgebung gerecht zu werden. Unterstützt durch Michael Stamm, Stellvertretender Vorsitzender im Landesverband, wurde den Anwesenden die Notwendigkeit der Durchführung einer regelmäßigen Gymnastik und Bewegungstherapie in einer Therapiegruppe als Gruppentherapie, sowie die Vorteile einer Mitgliedschaft in der DVMB verdeutlicht.

Der anschließenden Diskussion schloss sich dann die Wahl des Gruppensprechers und des Kassierers an. Als Gruppensprecher stellte sich Frau Sonja Czoch aus Wittenberg zur Wahl und erhielt einstimmig das Vertrauen aller Anwesenden. Für die Wahl des Kassierers konnte Frau Beate Jäschke aus Wittenberg gewonnen werden. Sie erhielt ebenfalls einstimmig das Vertrauen aller Anwesenden.

Versammlungsleiter Karsten Hoste gratulierte Sonja Czoch und Beate Jäschke zu ihrer Wahl als Gruppensprecher und Kassierer und wünschte ihnen und der neuen Therapiegruppe viel Glück und viel Kraft bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben. Karsten Holste versprach der Gruppe, sie weiterhin zu unterstützen und zu begleiten.

Auf einstimmigen Beschluss der Gruppenmitglieder will die Gruppe in dem Therapiebecken der Paul-Gerhard-Stiftung so schnell als möglich mit dem Funktionstraining beginnen. Karsten Holste forderte alle Gruppenmitglieder auf, die zur Durchführung des Funktionstrainings benötigten Verordnungen kurzfristig zu beschaffen.

Das erste Treffen der Gruppe war für den 08. April 2008 in den Räumen der Krankenpflegeschule der Paul-Gerhard-Stiftung festgesetzt. Dank der guten Vorbreitungen konnte mit dem Funktionstraining bereits Anfang Mai begonnen werden.

Karsten Holste

Jahresbericht 2009 der Selbsthilfegruppe DVMB Lutherstadt Wittenberg

Liebe Mitglieder der Selbsthilfegruppe des DVMB.

Wir sind nun schon über ein Jahr in einer Selbsthilfegruppe tätig.

Unser Anliegen ist gemeinsam unsere Krankheit besser zu meistern.

Deshalb steht auch die Wassergymnastik im Focus unserer Zusammenkünfte. Jeden Freitag bewegen wir uns unter Anleitung von unseren geschulten Therapeuten im Wasserbecken der Bosse Klinik. Leider konnten und können wir nicht immer allen unseren Mitgliedern hinsichtlich den örtlichen Gegebenheiten gerecht werden. So kommt es schon mal vor, das das Wasser nicht warm genug ist, nicht genügend Schlüssel für die Spinde vorhanden sind und dem ein oder anderen die Übungen der Therapeuten nicht gefallen. Aber wir müssen schon unseren Therapeuten vertrauen, sie sind bestens ausgebildet, nahmen an den Weiterbildungen unseres Landesverbandes teil und sind daher gut auf Übungen für unsere Krankheit vorbereitet.

Desweiteren treffen wir uns in der Regel einmal im Monat zu einer lockeren Zusammenkunft und plaudern in einer Stunde über dieses und jenes. Diese Zusammenkünfte liegen mir noch etwas quer im Magen, ich habe noch kein richtiges Konzept gefunden wie man diese Stunde besser gestalten kann. Deshalb habe ich mir einige Gedanken gemacht wie wir gemeinsam dieses verbessern können. Ende November schließe ich meinen Lehrgang „Selbsthilfegruppen leiten und entwickeln“ ab. Dann hoffe ich dass wir die gemeinsame Gruppenarbeit besser voranbringen.

Wie ich beim Gruppensprecherseminar erfahren habe, machen die meisten Gruppen nur vierteljährliche Gruppensitzungen. Natürlich gibt es auch Gruppen die sich nur zur Wassergymnastik oder Trockengymnastik wöchentlich treffen und dann 2 Mal im Jahr etwas gemeinsam unternehmen.

Deshalb schlage ich vor, wir planen auch vierteljährliche Treffen und geben uns dafür dann ein Thema vor. Ich schlage auch vor das wir für unsere Treffen einen Raum zum Beispiel bei der Volkssolidarität anmieten. Den Mietpreis können wir als Unterstützung bei den Krankenkassen beantragen. So kann man auch offener über manche Themen sprechen, dafür ist das Kaffee der Bosseklinik nicht so geeignet.

Aber ich glaube wir haben auch in diesem Jahr sehr viel als Gruppe veranstaltet. Unser gemeinsamer sommerlicher Kaffeeklatsch auf Sonja`s Terrasse war sehr nett. Wir werden das auch im nächsten Jahr wiederholen. Rudi`s Navi wird dann auch wissen wo der Traminerweg ist. Ein Grillfest bei Beate und eins bei unserer Therapeutin waren auch von schönsten Wetter und guter Laune gekrönt. Bowling ist für jeden von uns eine kleine Herausforderung. Denn die Beweglichkeit ist bei uns doch ganz schön eingeschränkt, aber des macht immer wieder großen Spaß und am Schluss ist jeder ein Sieger und bekommt seinen Preis.

Es sei noch erwähnt dass wir in unserer Gruppe ganz leckere Kuchenbäckerinnen haben, bei denen ich mich nochmal besonders bedanke. Im September waren die „Jungen Bechtis“ des Landesverbandes in Wittenberg. Da haben wir Dank Beate als Gruppe ganz schön gepunktet. Sie hat fast das ganze Programm für die 3 Tage zusammengestellt und organisiert. Wir haben als Gruppe für die „Jungen Bechtis“ den Aufenthalt auf einer Bowlingbahn gesponsert.

Beate und ich wir waren im Frühjahr zur Kassenschulung und im Herbst zum Gruppesprecherseminar in Thale.

Beate war als Kassenprüfer des Landesverbandes in der Selbsthilfegruppe Klötze zur Kassenprüfung.

Rudi hat unsere Gruppe beim jährlichen Selbsthilfeforum der Stadt Wittenberg würdig vertreten.

Leider haben wir den Besuch der Stein Therme Belzig wegen Umbau der Therme in diesem Jahr nicht realisieren können.

Ich danke nochmals allen Gruppenmitgliedern für Ihr Verständnis wenn es mal nicht so perfekt in manchen Dingen zugeht. Aber wer will schon perfekt sein.

Da fällt mir ein Spruch ein: "Nur der ist weise, der weiß, dass er es nicht ist."

 
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