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Eindrücke von der Mitgliederversammlung 2002 unsere Landesverbandes in Halberstadt

Am 16.03.2002 fand im AOK - Bildungszentrum Halberstadt die ordentliche Mitgliederversammlung unseres Landesverbandes statt.

Aus allen Teilen Sachsen-Anhalts – aus der Altmark, dem Jerichower Land und Anhalt-Zerbst, aus Dessau, Halle, Magdeburg und Sangerhausen, aus dem Mansfeldischen und natürlich aus dem Harz waren gut 40 Mitglieder und Interessierte in den schönen, neuen und gastlichen Komplex der AOK am Rande der Stadt gekommen. Herzlich begrüßt wurden Gäste aus Thüringen und Niedersachsen und natürlich auch die Referentin aus dem Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales.

Herr Peter Hippe eröffnete unsere Versammlung und begrüßte Gäste, Referentin und Mitglieder offiziell. Den Gruß erwiderte das Mitglied des Landesverbandes aus Niedersachsen, Frau Zipp .

Es schloss sich das Referat von Frau Gärtner aus dem Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales zum neuen Sozialgesetzbuch IX an. Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen sollen nach Aussagen der Referentin eine bessere rechtliche Absicherung sein. In Zwischenfragen und dazu geführter Diskussion machten unsere DVMB-Mitglieder deutlich, dass sie im täglichen Leben Verbesserungen in der Betreuung durch Mediziner, der Bewilligung von Rehabilitationsmaßnahmen und umfassender Therapie für die Morbus Bechterew-Erkrankung erwarten. Uns geht es darum, dass Krankenkassen und Sozialversicherungsträger sich von vornherein gesetzeskonform verhalten. Unsere chronisch Kranken halten wenig davon, dass sie durch das SGB IX ihre Rechte jetzt besser einklagen können. Den meisten Erkrankten fehlt ganz einfach die Kraft für den langen Weg durch die deutschen Gerichte. Leider machte die Referentin nicht deutlich, welche Maßnahmen das sachsen-anhaltinische Ministerium für Arbeit, Frauen, Gesundheit und Soziales einleiten will, um dem SGB IX in allen dafür zuständigen Behörden im Land zum Durchbruch zu verhelfen. Hinweise für die praktische Anwendung und Umsetzung der nun im SGB IX zusammengefassten Rechte haben wir Bechterewler erwartet und leider weder als Patienten noch als Mitglieder von Selbsthilfegruppen in erwartetem Maß erhalten. Das Angebot der Referentin, sich bei Problemen an das Ministerium wenden zu können, ist für uns nur ein schwacher Trost. In der an das Referat anschließenden Pause wurde von den Mitgliedern der DVMB Wünsche laut, in künftigen Veranstaltungen mehr Einfluss darauf zu nehmen, dass Referenten zu praktischen Fragen der Patienten bzw. der Selbsthilfegruppen sprechen können.

Zügig wurden die Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung abgearbeitet. Im Jahresbericht des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der DVMB wurde eine erfolgreiche Bilanz der ehren-amtlichen Arbeit gezogen. Im Jahr 2001 konnten 34 neue Mitglieder gewonnen werden, damit wuchs unser Landesverband auf 273 Personen, die in 14 Selbsthilfegruppen aktiv sind. Höhepunkt war im Jahr 2001 mit Sicherheit die Mitgliederversammlung mit der Festveranstaltung anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Landesverbandes in Bad Schmiedeberg. Hier konnten Karin Schulz (Gruppe Stendal), Marlies Kaspareit (Landesvorstand), Werner Nueskens (Landesvorstand) und Ingrid Knorek (Landesverband) für ihr vorbildliches Engagement die Verdienstnadel des Landesverbandes in Empfang nehmen. In Bad Schmiedeberg wurde auch der neue Vorstand des Landesverbandes gewählt: Vorsitzende Barbara Techentin, stellvertretende Vorsitzende Marlies Kaspareit, Schatzmeister Werner Nuesken, Schriftführer Dr. Horst Hindorf, Beisitzer Peter Hippe, Beisitzer Jürgen Braun, Beisitzer Karsten Holste und Beisitzer Klaus Jentzsch. Weitere Punkte im Vorstandsbericht widmeten sich den Vorstandssitzungen, der Zusammenarbeit mit den Landesverbänden – insbesondere in Sachsen, Thüringen und Berlin-Brandenburg sowie mit dem Bundesvorstand.

Im Jahr 2001 kamen die Ausgaben vom Landesverband vor allem Seminaren und den Selbsthilfegruppen zugute. Das weist der von den Rechnungsprüfern bestätigte Bericht der Jahresrechnung des Landesverbandes aus. Die Mitglieder bestätigten die gute Arbeit des Vorstandes im Jahr 2001durch ihr einstimmiges Votum für die Entlastung (nur der Vorstand enthielt sich hier der Stimme).

Abgeschlossen wurde der Tag durch den Videobericht eines Mitgliedes über heilsamen Vulkanschlamm (auch bei rheumatischen Erkrankungen) auf einer süd-italienischen Insel. Beim gemeinsamen Mittagessen wurde ein erstes Fazit des Tages gezogen. Bedauert wurde, dass nicht wirksam genug um die Teilnahme der Morbus Bechterew-Patienten aus dem Raum Halberstadt an diesem Tag geworben wurde – ein Problem aus der nicht nur in Halberstadt verbesserbaren Pressearbeit der DVMB.

Abschließend möchte ich meinen Dank für die gute Vorbereitung der Veranstaltung an den Vorstand ausdrücken und für die Versorgung und Unterbringung an das Team der AOK im Bildungszentrum in Halberstadt.

Eine Anregung für den Rahmen künftiger Veranstaltungen (wie übrigens in Naumburg praktiziert) ist ein nachmittäglicher Stadtrundgang, denn Halberstadt hat noch mehr zu bieten als das Bildungszentrum!

Klaus Siebenbrodt (Gruppensprecher Stendal)

Ein Seminar mit natürlichem Hintergrund

Unser diesjähriges Wochenendseminar fand vom 8. und 9. Mai 2010 statt. Unterkunft fanden wir mal wieder im Parkhotel Bad Schmiedeberg. Leider war unser Tagesplan durch den Ausfall eines Arztvortrages ein wenig durcheinander gewirbelt worden und wir waren etwas enttäuscht, als wir bei unserer Ankunft feststellen mussten, dass wir in diesem Jahr keine Möglichkeit hatten, die gewohnte Wassergymnastik in Anspruch zu nehmen. Schade! Doch wir hofften, dass unser Vorstand trotz allem dafür Sorge getragen hatte, dass es ein gelungenes Wochenendseminar werden würde. Nach dem üblichen Eincheckritual hatten wir diesmal sogar mal etwas mehr Zeit, uns von den Reisestrapazen zu erholen und den Kurort auf eigene Faust zu erkunden,
bevor wir uns dann zum gemütlichen Mittagessen im Bad Schmiedeberger Hof trafen. Dieses Restaurant mit angrenzendem Hotel lag nur etwa 5 Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt und wir genossen das trockene Wetter und hofften inständig, dass es das ganze Wochenende so bleiben würde. Denn immerhin hatte es die ganze Woche schon geregnet und eigentlich war auch fürs Wochenende Regen vorhergesagt worden. Aber die Wetterfrösche sollten sich irren!! Wir beschlossen alle, unsere Teller fein abzuessen und so den Wettergott gnädig zu stimmen. Das mit dem Abessen fiel uns auch nicht wirklich schwer! Das Essen und der Rundumservice im Bad Schmiedeberger Hof waren einfach traumhaft. Selbst als uns dann noch spontan einfiel, dass wir vielleicht gern noch Kaffee trinken und ein leckeres Stück Kuchen genießen wollen würden, brachte Familie Gellert nicht wirklich aus der Ruhe!!

Um 14:00 Uhr hatten wir dann unseren nächsten Höhepunkt geplant: Den Vortrag von Herrn Dr. Brandt von der Uniklinik Halle zum Thema „Neue Erkenntnisse in der Therapie von Morbus Bechterew”. Naja viel Neues konnte er uns zwar nicht berichten, aber für mich als relativen Neuling war es doch sehr interessant zu erfahren, dass es doch eigentlich eine sehr gute Therapiemöglichkeit mit Radiumchlorid (Radium 224) gegeben hatte. Diese wurde aber aufgrund der geringen Nachfrage bzw. aus Kostengründen vor einigen Jahren eingestellt. Durch diese Therapie wurden laut Aussage von Dr. Brandt die Schmerzen langanhaltend verringert und auch das Fortschreiten der Erkrankung verhindert. Naja, leider ist das ja oft so, dass Dinge, die eigentlich wichtig und richtig sind, am Ende negiert werden. Auf jeden Fall war für mich dieser Vortrag wieder in jeder Hinsicht eine Bereicherung!Nach dieser interessanten Gesprächsrunde hatte das Team von Familie Gellert es tatsächlich geschafft, uns selbstgebackene, zum Teil noch warme, aber vor allem total leckere Kuchen auf den Tisch zu zaubern. Natürlich gab es auch den nötigen Kaffee dazu. Mmh lecker!!Frisch gestärkt traten wir dann den Weg zu unserem nächsten Höhepunkt an diesem Tag an. Wir trafen uns gemeinsam mit Dorle Nebelung und Gabi Schumann am Trinkbrunnen im Kurzentrum. Die beiden Damen sind erfahrene „Kräuterfeen” und führten uns in zwei Gruppen durch die Wiesen und Felder rund um Bad Schmiedeberg. Dabei lernten wir viel über die Kräuter, Unkräuter und Wildkräuter.

Ich habe vorher nicht wirklich gewusst, wie die einzelnen Pflanzen aussehen, geschweige denn, was sie doch für eine Wirkung haben können bzw. wozu man sie einsetzen kann. Das ein oder andere Kraut wurde auch gern mal probiert.Aber wir sind nicht nur stur durch die Gegend gerannt auf der Suche nach den Kräutern. Nein, wir nutzten diese Zeit auch wieder mal, um beispielsweise ein wenig Gymnastik am Rande zu machen oder unseren müden Füßen eine Kneipp-Kur zu verpassen. Die ca. zwei Stunden vergingen wie im Flug und haben allen sehr viel Freude bereitet. Gegen 18:00 Uhr trafen wir uns dann nach einer kurzen Erfrischung wieder im Bad Schmiedeberger Hof und genossen das reichhaltige Abendbuffet. Man, hatte Familie Gellert wieder aufgetafelt. Es gab verschiedene warme Speisen, kalte Platten und vor allem viel Obst. Auch wieder total lecker und am Ende waren wir richtig vollgestopft und froh, dass es nach dem üppigen Abendmahl nun noch ins Cafe Piano ging, um den Abend mit ein wenig „Tanztherapie” ausklingen zu lassen. Und tatsächlich hat doch der ein oder andere das Tanzbein geschwungen und sich so richtig ausgetobt.

Nach 22:00 Uhr war aber leider „Sperrstunde” und die Gäste der Kureinrichtung gingen auf ihre Zimmer und auch wir sahen uns veranlasst, nun auch unsere Betten aufzusuchen und gut ausgeruht in den nächsten Tag zu starten. Nach einer geruhsamen Nacht trafen wir uns alle nach und nach zum Frühstück im Parkhotel und danach wollten wir unsere Mitgliederversammlung im Bad Schmiedeberger Hof abhalten. Auf dem Weg dorthin nutzten wir die noch freie Zeit, um noch mal die Wasserbecken der Kureinrichtung für einen weiteren Kneippgang zu nutzen. Die Sonne schaute uns dabei auch über die Schulter und es versprach ein weiterer schöner Tag zu werden. Auf unserer Mitgliederversammlung konnten wir auch in diesem Jahr den Bürgermeister der Stadt Herrn Dammhayn, den Verwaltungsdirektor des Eisenmoorbades Herrn Wilke und Herrn PD Dr. habil. Wentzel vom Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg begrüßen. Als besonderer Ehrengast war Petter Hippe vom Bundesverband anwesend. Unser Vorstand legte wie jedes Jahr Rechenschaft ab, informierte uns über die wichtigsten Änderungen in unserem Verbandsleben und leitete die neuesten Infos des Bundesverbandes an uns weiter. Alles in allem wichtig und auch recht interessant. Dann gab es aber noch ein besonderes Highlight: Die Gruppensprecherin der Gruppe Dessau Gudrun Seidig erhielt die goldene Ehrennadel der DVMB und freute sich riesig darüber. In Empfang nehmen wird sie diese jedoch erst zur Bundesdelegiertenkonferenz in Köln.Und da wir ja an diesem Sonntag auch noch Muttertag hatten, bedankten wir uns mit einem kleinen Blumenstrauß bei unserer Schatzmeisterin Marlies für ihre Super-Arbeit. Ohne sie wären solche Veranstaltungen schon so manches Mal in die Hose gegangen. Marlies war ganz schön überrascht und glücklich zu gleich. Damit hatte sie sicher nicht gerechnet!!!

Vor unserem gemeinsamen Mittagessen gingen wir uns in der Grünanlage des Hotels ein wenig die Beine vertreten und schossen dann noch unsere obligatorischen Gruppenfotos. Leider verging das Wochenende wieder mal wie im Flug. Aber so ist das ja immer, wenn man richtig viel Spaß hat.

Es war wieder ein wunderschönes und gelungenes Seminar und ich möchte auf diesem Weg unseren Organisatoren für Ihre Arbeit danken!!!
Text: Ivonne Rammel

 
 
Unser Jubiläum in Sangerhausen (19. bis 21. August 2011)

Es ist doch unglaublich, wie die Zeit vergeht. Ich hab so das Gefühl, als wäre es erst gestern gewesen, aber unser Jubiläumswochenende in der schönen Berg- und Rosenstadt ist nun schon wieder 2 Wochen her. Oh Mann!

Na gut, was solls. Ich werde allen nicht Anwesenden mal ein wenig von diesem wundervollen Wochenende vorschwärmen!! Und ihr werdet euch dann hoffentlich ärgern, dass ihr nicht auch dabei gewesen seid! *grins* Nein im Ernst: Schon mal vorn weg: Es war einfach nur grandios, bombastisch und wir hatten jede Menge Spaß!!

Da wir − wie in jedem Jahr − am Freitag vorm Wochenendseminar unsere Vorstandssitzung bereits am Veranstaltungsort abhielten, durften wir auch schon an diesem Freitagnachmittag im „Rosenhotel” anreisen und bekamen gleich einen tollen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Sangerhausen begrüßte uns mit richtig tollem Sonnenschein und wäre es nicht so windig gewesen, hätten wir garantiert unsere Sitzung draußen abgehalten. Nun ja, es ist halt nicht alles Gute beisammen und wenn man bedenkt, dass es bei uns zu Hause in Droyßig den ganzen Tag bis zur Abreise geregnet hatte, konnten wir uns doch einfach nur glücklich schätzen! Nachdem wir dann die restlichen Einzelheiten für unsere Jubiläumsveranstaltung abgesprochen und die restlichen Aufgaben verteilt hatten, fuhren wir zum „Rüssel Pub”, um gemütlich mit einigen unserer Gäste den Abend ausklingen zu lassen und natürlich um bei dieser Gelegenheit den Pub auch ein wenig „auszuschnüffeln” und zu testen. Schließlich wird dies ja auch der Ausgangspunkt unseres diesjährigen Jugendtreffens. Und ich denke, wir „Jungen Bechtis” können uns schon richtig darauf freuen!

Nach einer geruhsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück gingen wir dann daran, die Räumlichkeiten für unseren Arztvortrag von Frau Dr. Bärbel Goedeke zum Thema „Schmerztherapie bei Morbus Bechterew” vorzubereiten. Nach getaner Arbeit konnten wir dann in aller Ruhe der Dinge harren, die da auf uns zukommen sollten. Wir setzten uns also in aller Gemütlichkeit in den Biergarten und warteten auf unsere lieben Freunde. Und glaubt mir, lange mussten wir nicht warten. Es gab − wie jedes Jahr − ein großes „Hurra und Hallo, lange nicht gesehen…” und wir freuten uns riesig, endlich wieder alle zusammen sein zu können.

Nachdem alle soweit eingecheckt hatten, konnte dann auch Marlies ihres Amtes walten und Klaus uns alle recht herzlich zu unserer diesjährigen Jubiläumsveranstaltung begrüßen.

Endlich konnte auch Frau Dr. Goedeke loslegen. Viel Neues konnte Sie uns nicht berichten, hatte sie selber gleich zu Beginn gesagt. Aber trotz allem war es wieder sehr interessant. Sie zeigte uns nicht nur den Zusammenhang zwischen Schmerzen und den eigenen Lebensumständen auf, sondern erzählte uns auch so einiges Interessantes über alternative Heilmethoden bzw. Möglichkeiten. Plötzlich klopfte es an der Tür. Nein, es waren nicht der Weihnachtsmann oder der Osterhase, es war jemand vom Hotel, der uns sagte, dass das Essen fertig wäre. Oh je, wir hatten wegen dem Super-Vortrag von Bärbel mal wieder die Zeit vergessen. Das ist leider nichts Neues mehr und wird sich auch beim nächsten Vortrag garantiert nicht ändern!

Nach einem leckeren Mittagessen hatten wir noch ein wenig freie Zeit, in der wir uns ein bisschen erholen konnten und natürlich tankten wir wieder Sonne im Biergarten. Gegen halb zwei trafen wir uns vorm Hotel uns warteten auf unseren „Zug” bzw. unsere „S-Bahn”, eine kleine Stadtbahn, die aufgrund der Finanzierung durch die Sparkasse so heißt. Mit dieser schnuckeligen Bahn ging es dann Richtung Europa-Rosarium mit der weltgrößten Rosensammlung. Leider musste ein Teil mit dem Auto hinterher fahren. Wir parkten aber unweit vom Rosarium und liefen das kleine Stück bergab. Wir waren jedoch noch nicht ganz angekommen, da entdeckte ich etwas, was ich erst zum Jugendtreffen näher kennenlernen sollte: Die Halde. Und wenn ich daran denke, dass wir da hoch kraxeln wollen! … Oh mein Gott, ist die hoch! Ob wir das schaffen werden? Na, wir lassen uns überraschen und werden wie immer unser Bestes geben! Runter kommen wir auf alle Fälle…. Aber zurück zum Rosarium: Als Erstes erkundeten wir den kleinen Laden. Mmh, dort roch es schon mal richtig gut nach Rosen! Ich liebe diesen Duft!! Naja und nachdem unser Micha Stamm dann alles mit dem Einlass und den Führungen geklärt hatte, ließen wir uns noch gemeinsam mit der amtierenden Rosenkönigein Lydia I. fotografieren. Und dann konnte es endlich losgehen. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt und dann brachen wir auf, um die Geheimnisse des Rosariums gemeinsam mit unseren fachkundigen Führern zu erkunden. Und es gab dabei auch so allerlei zu entdecken: die schwarze und die grüne Rose, eine Stacheldrahtrose. Auch Katharina von Bora, Gloria Dei und andere interessante und bekannte Personen waren in „Rosenform” anwesend. Und die Toscana haben wir auf unserem Streifzug auch entdeckt. Am Ende taten nicht nur mir die Füße weh und einige von uns mussten sich zwischendurch sogar mal hinlegen, um neue Kraft zu tanken. Aber wir mussten ja auch wieder zum Abendessen im Hotel sein und so saß uns die Zeit mal wieder im Nacken. Aber ich für meinen Teil habe die Zeit im Rosarium bei strahlendem Sonnenschein genossen und den zarten, süßen Duft von so mancher Blume eingesogen. Leider waren die Temperaturen doch für so manchen sehr hoch, aber am Wetter kann der Mensch zum Glück nicht rumpfuschen!

Zurück im Hotel machten wir uns schnell frisch und stürmten dann das für uns angerichtete Buffet. Mmh, das war mindestens genauso lecker wie das Mittagessen!! Dann kamen wir zum gemütlichen und entspannten Teil des Tages und das hatten wir uns ja nach unserem Fußmarsch auch redlich verdient. Klaus begrüßte uns und natürlich auch unsere Gäste zu unserer Festveranstaltung anlässlich des 20jährigem Bestehens unseres Landesverbandes. Unsere Gäste waren in diesem Jahr nicht nur der Oberbürgermeister von Sangerhausen Ralf Poschmann, sondern auch Vertreter von verschiedenen anderen Landesverbänden. Natürlich hielt jeder eine kleine Rede und Herr Poschmann, der ja selber Bechterew hat, verabschiedete sich mit den Worten: „Kopf hoch!” und der Saal lachte. Leider konnte er den restlichen Abend nicht mit uns genießen, er hatte noch andere Termine. Naja, er sollte das Schönste verpassen! Unsere Mitglieder, die ebenfalls schon von Anfang an dabei waren, wurden von uns geehrt, bekamen (soweit anwesend) Blümchen und einen Riesen-Applaus. Ich hoffe, dass uns Karsten Holste, Barbara Techentin, Gudrun Seidig, Peter Hippe und all die Anderen noch lange mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. Aber ich denke, da wir ja eine große Familie sind, lassen wir sie nicht so schnell los. *grins*.

Unsere anderen Gäste gratulierten uns auch recht herzlich zu unserem Jubiläum und brachten uns sogar Geschenke mit. Dazu sagte Kathrin Reinsch vom LV Niedersachsen (selbst eine gebürtige Sachsen-Anhaltinerin): „Der Onkel, der etwas mitbringt, ist beliebter als Tante, die etwas vorsingt.” Und damit hat sie doch recht, oder!? Helena Strauß (vom LV Sachsen) ist − genau wie wir − der Meinung, dass wir nur gemeinsam stark sind und die Familie Reuter (ich glaube aus Nordrhein-Westfalen) haben wegen uns sogar ihre jährliche Urlaubsreise mit ihren Bechtis nach Italien verschoben.

Nach dem offiziellen Teil kam nun zur allgemeinen Bespaßung unsere Geschenkeverlosung. Es gab dabei viele tolle Dinge zu gewinnen wie Wein, Koffer, Marmelade, T-Shirts, Zuchtchamignons und andere tolle Überraschungen. Aber der absolute Hauptknaller war eine knallrote Lederhandtasche, welche schon im Vorfeld für viele Damen interessant zu sein schien und die heiß begehrt war. All diese Geschenke waren Spenden von Mitgliedern und anderen Sponsoren. Das ganze Spektakel war ne Riesengaudi, wie der Bayer sagen würde.

Irgendwann so gegen ein Uhr nachts hat dann der letzte Rest von uns beschlossen auch endlich ins Bett zu gehen. Und die Nacht war dann entsprechend kurz, denn am kommenden Morgen stand ja unsere Mitgliederversammlung mit Wahl auf dem Plan.

Nach einem genussvollen Frühstück ging es dann an den Ernst des Tages. Wieder begrüßte uns Klaus und nachdem er den Jahresbericht vorgelesen hatte, waren Marlies mit dem Kassenbericht und Beate mit dem Bericht der Rechnungsprüfer dran.Nachdem wir dies hinter uns gebracht hatten, wurden wir von Klaus-Dieter Will gebeten, den alten Vorstand zu entlasten und da dieser seine Arbeit ordentlich erledigt hatte, war das überhaupt keine Frage.

Nachdem dies erledigt war, mussten wir − Dank Karola Hein aus Stendal − auch noch singen und tanzen, sprich zu dem Lied „Die Waschfrauen” mussten wir allerlei verrückte Bewegungen vollführen und so unsere, vom sitzen eingeschlafene Muskeln entspannen. Dann folgte eine kurze Entspannungspause an der frischen Luft, bevor wir uns daran machten, einen neuen Vorstand zu wählen. Unsere Gäste waren dabei auch gleichzeitig Wahlhelfer. So führte uns Klaus-Dieter Will gemeinsam mit Helena Strauß und Karola Hein durch das ganze Prozedere. Da wir aber mit der Arbeit des alten Vorstandes sehr zufrieden waren, gab es zwei kleine Änderungen; eine aus beruflichen Gründen und die andere (leider) aus gesundheitlichen. So haben wir nun eine neue Schriftführerin (Sybille Hauff) und ich darf nun die Homepage als webmaster weiter betreuen. Dies habe ich ja bisher auch schon zusammen mit meinem Holden getan; der ist aber nun beruflich zu sehr eingespannt und hat kaum noch Zeit.

Nachdem dann auch noch die restlichen Vertreter für die Bundesdelegiertenversammlung und so gewählt worden waren, kamen wir auch schnell zum Ende und die Leute vom Hotel brauchten heute nicht an die Tür klopfen und uns an das leckere Mittagessen zu erinnern. Tja und nachdem wir dieses dann genossen hatten, war schon wieder die Zeit des großen Abschiednehmens gekommen. Und nun könnte ich genau wie am Anfang sagen, dass es doch unglaublich ist, wie schnell die Zeit vergeht. Aber das lass ich jetzt mal! Auf jeden Fall freue ich mich schon auf nächstes Jahr, denn da sind wir vielleicht zur Mitgliederversammlung in Naumburg zu Gast und das ist ja bei mir um die Ecke!! Also dann,

bis nächstes Jahr
Ivonne Rammel

 
 
 
Wochenendseminar am 4. Mai 2013 und Mitgliederversammlung am 5. Mai 2013 im Hotel „Waldschlößchen“ in Klieken

Auch in diesem Jahr haben wir an einem Wochenende sowohl unsere alljährliche Mitgliederversammlung als auch unser Wochenendseminar veranstaltet. Die Wahl des Veranstaltungsortes war diesmal auf das Hotel „Waldschlößchen“ in Klieken gefallen. Dies erwies sich als guter Treffer! DANKE an die Coswiger Gruppe mit ihrem Vorsitzenden Erhard Treichel! Von ihnen kam diese Empfehlung.

Am Samstag wurde unser Wochenendseminar durch-geführt. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzenden Klaus Siebenbrodt wurde von Oberarzt Dr. med. R. Schimani (FA f. Orthopädie und FA f. Physikalische und Rehabilitative Medizin in der Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg-Kur-GmbH) ein interessanter und aufschlussreicher Vortrag zum Thema „Morbus Bechterew“ gehalten. Einige der Anwesenden nutzten natürlich auch die Gelegenheit, ihre Fragen zum Thema zu stellen. Herr Dr. Schimani ging auf alle Fragen ein und konnte dadurch weiterhelfen oder neue Denkansätze liefern. Ich möchte mich auf diesem Weg nochmal recht herzlich bei ihm im Namen aller Anwesenden bedanken!

Der Nachmittag stand ganz im Rahmen der sportlichen Betätigung. Wir fuhren mit dem Bus in Wörlitzer Park und nutzten das riesige Gelände für einen ausgiebigen Spaziergang und entdeckten dabei immer wieder Neues. Es gab Raum und Zeit, interessante Gespräche zu führen und die Seele einfach baumeln zu lassen.

Am Samstagabend konnten wir uns auf der hauseigenen Bowlingbahn des Hotels entspannen und unsere Kräfte untereinander messen. Die Auswertung fand am nächsten Morgen auf der Mitgliederversammlung statt.

Zu dieser Mitgliederversammlung begrüßte uns dann auch unser Landesvorsitzender Klaus Siebenbrodt und stellte fest, dass 57 stimmberechtigte Mitglieder anwesend waren. Als Gast konnten wir unseren neuen Bundesvorsitzenden, Peter Hippe, begrüßen. Er wurde auch gleich als Wahlleiter auserkoren und geleitete uns später dann souverän durch das Prozedere.

Doch bevor wir die Berichte des Vorstandes, dessen Entlastung und die Neuwahl eines Vorstandes vornahmen, wollten wir uns erst unseren im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern gedenken und uns dann bei Mitgliedern bedanken, die jahrelang aktiv der DVMB und ihren Mitgliedern die Treue gehalten haben und das Leben in den Gruppen mitgestalten.

Als Erste wurde unsere bisherige Schatzmeisterin Marlies Kaspareit für Ihre langjährige aufopferungsvolle Tätigkeit nicht nur im Landesverband sondern auch in Ihrer Stendaler Gruppe mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Da sie ihr bisheriges Amt nicht wieder antreten wird, werden wir ihre Tatkraft, Energie und ihr Organisationstalent aber vor allem ihre offene, freundliche Art unheimlich vermissen.

Die Zeitzer Gruppe feiert in diesem Jahr ihr 10jähriges Bestehen und die Mitglieder hatten deshalb gleich mehrere Anträge eingereicht. Der seit Beginn amtierende Gruppenvorsitzende Günther Holluba ist die gute Seele dieser Gruppe, er hat ein unglaubliches Organisationstalent und kann so ziemlich jeden von seinen Vorhaben überzeugen. Außerdem hat er zu jeder Zeit und Stunde ein offenes Ohr für die Probleme und Sorgen. Die Zusammenarbeit mit ihm verläuft stets ruhig und harmonisch, völlig ohne die heute so typische Hektik...

Auch die Kassiererin der Gruppe ist bereits von Anfang an dabei und wurde für die Ehrennadel des Landesverbandes vorgeschlagen: „Petra Reigber trat am 09. April 2003 der „Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.“ als Mitglied bei… Sie erklärte sich sofort zur Mitarbeit im Vorstand bereit und übernahm das Amt der Schatzmeisterin. Sie arbeitet seitdem aktiv im Vorstand der Selbsthilfegruppe mit großer Hingabe und Verantwortung mit… Durch ihren Einsatz gelingt es ihr stets auch finanzielle Probleme für die Gruppe auszugleichen… Großen Anteil hat sie bei der Werbung neuer Mitglieder…“

Nachdem diese wichtigen Tagesordnungspunkte hinter uns lagen, hieß es für uns, dass wir uns von langjährigen Vorstandsmitglieder Michael Stamm (ehem. Stellv. Vorsitzender) und Marlies Kaspareit (ehem. Kassiererin) schweren Herzens verabschieden mussten. Wir wussten, dass die beiden Positionen durch zwei langjährige DVMB-Mitglieder neu besetzt werden würden, aber uns fiel der Abschied trotzdem schwer. Die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern hat sich – wie es auch in den Gruppen immer ist – sehr schwierig gestaltet. Sind doch die Aufgaben sehr verantwortungsvoll und recht umfangreich.

Nachdem der Vorsitzende, die Schatzmeisterin und die Rechnungsprüferin ihre Berichte für das Kalenderjahr 2012 erstattet hatten, wurde der alte Vorstand durch die anwesenden Mitglieder einstimmig entlastet.

Auch die in der Einladung vorgeschlagene Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen. Diese wird jedoch erst nach Genehmigung der Eintragung öffentlich bekannt gegeben. Dazu also in einer der nächsten Ausgaben mehr.

Peter Hippe informierte uns auch noch, dass eine Beitragserhöhung geplant ist und wir diskutierten eifrig darüber. Es gab sowohl Für und Wider. Die Entscheidung dürfte inzwischen gefallen sein. Da aber der mündlichen Anmeldung unserer Delegierten zur Bundesdelegiertenkonferenz an diesem Tag im Beisein von Herrn Hippe leider keine schriftliche folgte, fuhren unsere Delegierten nicht nach Berlin.

Weitere Anträge lagen nicht vor und so konnte Klaus Siebenbrodt die Mitgliederversammlung beenden.

Es war wieder ein sehr anregendes und interessantes Wochenende, bei dem nicht nur ich viele neue Informationen mitgenommen und Anregungen für meine weitere ehrenamtliche Arbeit erhalten habe. DANKE an die Organisatoren!
Ivonne Rammel

Unser Immunsystem bestimmt unser Leben! - Ein höchst interessanter Vortrag

Unser Immunsystem bestimmt unser Leben! Wie wirkt sich unser Immunsystem auf unser Leben aus? Diese Frage stellten wir uns zu unserem diesjährigen Wochenendseminar. Fr. Dr. Bärbel Goedeke half uns mit ihrem Vortrag "Die Stärkung unsres Immunsystems" bei der Beantwortung dieser Frage auf die Sprünge. Jeder von uns weiß ja eigentlich, dass das Immunsystem Einfluss auf unsere Gesundheit und damit auch auf unser ganzes Leben nimmt. Geht es dem Immunsystem schlecht, geht es auch dem Menschen schlecht...

Jeder von uns hat ein Immunsystem, auch dass ist bekannt. Wie gut oder wie schlecht dieses jedoch funktioniert, dafür ist jeder Einzelne selber verantwortlich. Genau wie unser Gehirn und damit unser Gedächtnis lässt sich aber auch unser Immunsystem trainieren. Damit wir ein gesundes bzw. gut funktionierendes Immunsystem behalten bzw. dieses nicht zusätzlich belasten, sind einige grundlegende Dinge zu beachten. So sollten wir unserem Körper jeden Tag ausreichend Schlaf gönnen, Fast Food , Tabak und Alkohol aber auch Stress meiden. Auch zu viel bzw. zu anstrengender Sport kann sich auf Dauer schädlich auf unser Immunsystem auswirken. Es heißt ja nicht umsonst, Sport ist Mord... Und jede von uns Frauen weiß bestimmt ein Lied davon zu singen, was bei eiskalten Füßen passieren kann...

Leider hat nicht jeder von uns ein gesundes Immunsystem. Bei manchen funktioniert die Kommunikation zwischen den einzelnen Immunzellen nicht richtig, genau wie wir es durchaus von den Nervenbahnen kennen. Solche Defekte führen dann manchmal dazu, dass unser eigenes Immunsystem unseren eigenen Körper bzw. dessen Zellen angreift, anstatt sich um die Bakterien und Viren zu kümmern. Die sog. "Blauhelmsoldaten" können fehlerhafte Angriffe auf das Immunsystem dann nicht mehr blockieren und unser Körper ist bzw. wird krank. Ca. 30 % dieser Defekte sind erblich bedingt, aber alle werden durch schädliche Umweltfaktoren ungünstig beeinflusst.

Die aus derartigen Defekten entstandenen bzw. hervorgerufenen Autoimmunerkrankungen sind uns sicher bekannt. Dazu gehören z.B. Diabetes m. Typ I, Multiple Sklerose, Flechten, die Basedowsche Erkrankung, die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises und auch - wie jeder von uns weiß - Morbus Bechterew. Aufgrund dieser Erkrankungen treten aber auch noch entsprechende Folgeerkrankungen auf. Dazu gehört bspw. auch Herpes. Allergien jedoch zeugen von einem Immunsystem, welches eigentlich zu gut funktioniert.

Es gibt aber auch Gruppen von Menschen, die von vornherein schon ein schlechteres Immunsystem haben bzw. deren Immunsystem bereits stark geschädigt ist. Dazu zählen unter anderem Menschen, welche an Krebs erkrankt sind oder Organtransplantationen erhalten haben. Aber auch Kleinkinder und Säuglinge, Drogenabhängige und Menschen mit AIDS sind davon betroffen.

Viele von uns glauben, ihr Immunsystem stärken zu können, wenn sie Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, anstatt sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auch Sport Übermaß ist nicht hilfreich. Man sollte dabei "auf die richtige Dosierung" achten und sich selber nicht überschätzen. Die Sauna ist sicher eine gute Möglichkeit, um das Immunsystem zu stärken; jedoch wenn man bereits die ersten Krankheitszeichen spürt, ist ein Saunabesuch für den eigenen Körper als auch für unsere Mitmenschen eher eine Belastung.

Gerade wenn wir erkältet sind, ist es wichtig, unseren Körper durch bestimmte Maßnahmen, wie gründliches Händewaschen, Abstand zu Kranken (bspw. im Wartezimmern) halten oder einfach nur Papiertaschentücher nur einmalig zu nutzen, zu unterstützen.

Die Wissenschaft hat im Laufe der Jahre herausgefunden, dass es - zum Glück - Mittel und Wege gibt, unser Immunsystem zu stärken. So habe ich während des Vortrages gelernt, dass es äußerst wichtig ist, den täglichen Stress, dem wir ja alle mehr oder weniger in dieser schnell lebigen Gesellschaft ausgesetzt sind, maximal zu mindern. Je weniger Stress, umso geringer ist die Gefahr, krank zu werden. Aber auch die Behandlung von Begleiterkrankungen ist sehr wichtig. So sollte der Mensch immer als Ganzes gesehen werden. Zu den unterstützenden Methoden zählen z. B. das Schröpfen, Eigenblutbehandlungen, die Säure-Basen-Regulation durch eine Basica Intensiv-Kur o.ä., spezielle Immuntherapie-Hyposensibilisierungen, Impfungen und die gesunde Lebensführung (Wer hätte das gedacht?).

Um den Körper und damit auch das Immunsystem zu stärken, werden auch seit Jahren diverse Heilpflanzen genutzt. Sanddorn, Ingwer, Holunder, Echinazea, Kamille und Kümmel, Aloe Vera, Ginseng, Grüner Tee, Rettich, Sauerkraut sind nur einige davon.

Wie schon zu Beginn erwähnt, kann man das Immunsystem aber auch durch einfache Maßnahmen, welche sich durchaus in den Arbeits- und Lebensalltag einbauen lassen, trainieren. Kneippsche Maßnahmen wie Wechselduschen, Wassertreten, Wickel, Güsse und warme Fußbäder mit Eukalyptus und Wacholder zählen zu dieser Gruppe. Auch unsere Thymusdrüse kann durch tägliches Klopfen trainiert werden und so hilfreich für die Stärkung des Immunsystems sein. Das bestimmte Vitamine wie Vitamin A, C und E wichtig sind, haben wir sicher alle bereits im Kindergarten gelernt. Aber dass sie die freien Radikalen in unserem Körper vernichten, hatte bestimmt nicht nur ich bereits wieder vergessen.

Natürlich zählen zu den immunsystemstärkenden Maßnahmen auch die Akupunktur, die Stärkung unserer Darmflora, Entgiftungen oder einfach nur die tägliche Bewegung an der frischen Luft.

Alles in allem war auch dieser Vortrag wieder sehr interessant und hilfreich für mich. Vieles von dem, was Fr. Dr. Goedeke vorgetragen hat, wussten wir oder hatten schon mal davon gehört. Aber Vieles, von dem, was wir täglich hören, rutscht ganz allmählich wieder in unser Unterbewusstsein ab und wird nur durch das immer wieder Hören und Lesen zurück ins Bewusstsein geholt und dann vielleicht auch so verinnerlicht, dass es irgendwann zur täglichen Routine gehört. Schon aus diesem Grund möchte ich - auch im Namen aller an diesem Tag Anwesenden - mich ganz herzlich bei unserer Referentin bedanken und freue mich schon heute auf einen weiteren interessanten Vortrag von ihr...
Ivonne Rammel

Zwischen Morbus Bechterew und Industriegeschichte am ältesten Braunkohlentagebau Europas

Am 25.4.2015 kamen über 50 Mitglieder und Gäste aus Sachsen-Anhalt auf Einladung zum traditionellen Wochenendseminar - diesmal in die Dübener Heide.

Wir alle folgten gespannt den Ausführungen unseres ärztlichen Beraters, Privatdozent Dr.med. Klaus Wenzel zu den Wechselwirkungen des Morbus Bechterew mit der Osteoporose. An Hand von Knochenmodellen und Bildern schilderte Dr. Wenzel uns die Knochenmasseverluste durch die bechterewsche Entzündung. Er konnte aus Studienergebnissen aufzeigen, dass gegen diese Verluste an Knochensubstanz die Therapie mit TNF-α-Blockern hilfreich ist. TNF-α-Blocker verhindern durch die Hemmung der Enzyme also nicht nur die Entzündung sondern gleichzeitig den Calciumabbau im Knochengewebe am Entzündungsherd. Wir Bechties wissen: "Bechterewler brauchen Bewegung".

Was Bewegung dabei für bzw. gegen eine entstehende sekundäre Osteoporose bewirken kann, zeigte unser Referent an weiteren Fotos und Untersuchungsergebnissen auf.

Knochenumbauprozesse finden im lebenden Körper ständig statt. Damit in diesen Prozessen unsere Knochen ausreichend durchblutet und ernährt werden, ist die Bewegung der Gelenke und Muskeln entlang dieser Knochen ganz wichtig. Fehlt Gelenk- und Muskelbewegung, sinkt die Durchblutung und Knochenernährung mit der Folge des Abbaus von Knochensubstanz.

Patienten mit Spondylitis ankylosans (Morbus Bechterew) haben wegen der Versteifung insbesondere der Wirbelsäulengelenke allerdings ihre Schwierigkeiten, dauerhaft die erforderlichen Bewegungen auszuführen. Dr. Wenzel hob deshalb die Bechterewgymnastik als wichtigen Bestandteil auch der Osteoporosevorbeugung hervor.

Natürlich haben nicht nur Bechties Osteoporose, führte er aus. In Deutschland leiden ihm zu Folge ca. 8.000.000 Menschen an Osteoporose es gibt aber nur ca. 1.000.000 Bechterewpatienten. Abschließend ging Dr. Wenzel auf Therapiemöglichkeiten bei festgestellter Osteoporose und unterschiedliche Diagnoseverfahren ein, angefangen bei der Ernährung mit Gemüse (z.B. Broccoli) und Milchprodukten über ausreichenden Aufenthalt im Sonnenlicht, über ausreichende Aufnahme von Vitamin D (wenigstens 1.000 I.E. täglich) und im schweren Fall bis zur Einnahme von z.B. Dekristol 20000I.E. Jenapharm Kapseln.

In einigen Fällen hilft auch eine Hormontherapie oder die Einnahme von Vitamin B12. Diese Dinge sollten aber immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden!

Interessant waren Dr. Wenzels Hinweise, dass auch Medikamente Osteoporose befördern können. So verhindern Ionentauscher teilweise die Aufnahme von Calcium durch den Darm.Das gleiche passiert bei Entzündungen im Dünndarm, die mit Morbus Bechterew zusammen auftreten. Die letzten Minuten der Präsentation wurden von unseren Mitgliedern rege zu Fragen genutzt.

Für die Bewegung sorgte am Nachmittag eine Führung durch die Bergbaustadt Ferropolis (die Stadt aus Eisen). Das Stadtgebiet liegt im ehemaligen Tagebau Golpa-Nord östlich von Dessau nahe Gräfenhainichen. Ferropolis ist Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). der Tagebau versorgte lange Zeit das erste europäische Braunkohlengroßkraftwerk Zschornewitz mit Kohle zur Stromerzeugung. Es ist der Nachfolgetagebau des ersten dem Kraftwerk zugeordneten Tagebaues Golpa-Jeßnitz. Das Kraftwerk Zschornewitz wurde auf Anregung Walter Rathenaus 1914 nahe Gräfenhainichen geplant, weil es dort reiche Braunkohlevorkommen gab. Der erste Spatenstich für den Bau des Kraftwerkes fand am 24. März 1915 statt. Im August 1915 entschloss sich die AEG, die Kraftwerksleistung zu verdoppeln. Gleichzeitig wurde in Nachbarschaft zum Kraftwerk ein Elektro-Nitriumwerk errichtet, welches seinen Strombedarf vom Kraftwerk beziehen sollte.

Am 21. Mai 1915 wurde aus der Braunkohlenwerk Golpa-Jeßnitz AG die Elektrowerke AG. Damals meinte man, die Kohle reiche zweihundert Jahre. Keiner hatte aber den wachsenden Energiehunger Anfang des 20. Jahrhunderts bedacht - im Jahr 1950 war die Kohle an dieser Stelle alle. Weitere Tagebaue mussten erschlossen werden, z.B. Golpa-Nord. Die Stadtführer erklärten uns die Funktion der einzelnen Bagger für Abraum und Braunkohle und der Förderbrücken und Absetzer für den Abraum. Der älteste Bagger war schon 1940 vor Ort. Weil immer mehr Kohle benötigt wurde, mussten immer neue Tagebaue Erschlossen werden.

Die teuren Bagger gingen dann auf Reisen zum nächsten Tagebau. Einer legte so 210 Kilometer zurück. Nach dem Ende des Braunkohlebergbaus in diesem Gebiet wurden hier fünf Großgeräte in einem Freilichtmuseum zusammengeführt. Am 14. Dezember 1995 wurde „Ferropolis – Die Stadt aus Eisen“ gegründet. Neben einem Eimerkettenschwenkbagger (Spitzname „Mad Max“) und einem Schaufelradbagger („Big Wheel“) findet man hier auch zwei Absetzer („Gemini“ und „Medusa“) und einen Raupensäulenschwenkbagger („Mosquito“). Überregional bekannt wurde die "Stadt aus Eisen" im Jahr 2000 durch ein Galakonzert zur Eröffnung des Kulturprojekts "Ferropolis", welches der griechische Komponist Mikis Theodorakis dirigierte Heute hat man die Technik so aufgestellt, dass zwischen den Baggern Großveranstaltungen, Rockkonzerte stattfinden. Die ungewöhnliche Kulisse wurde und wird von vielen Künstlern geschätzt. Beispielsweise traten hier Die Ärzte, Die Toten Hosen, Linkin Park, Metallica, Böhse Onkelz, Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Paul Kalkbrenner, Nena, Deep Purple, Alice Cooper und die Puhdys auf. Auch für Festivals und für klassische Musikaufführungen wird die „Stadt aus Eisen“ genutzt. Veranstaltungen, die regelmäßig stattfinden, sind unter anderen die Festivals „Melt“, „splash!“ und die Pyrogames.

Verfasser:
Klaus Siebenbrodt

25 Jahre DVMB Landesverband Sachsen-Anhalt

Unser Jubiläumswochenende in Lubast (24. bis 25. September 2016)

25 Jahre DVMB – das ist ein Anlass um Rückschau zu halten und das Erreichte zu feiern. Somit machten wir uns Gedanken, dieses Jubiläum würdig zu begehen. Es wurden Vorschläge und Ideen zusammengetragen und heraus kam – unser Jubiläumswochenende in Lubast.

Wie fing alles an? Am 21.05.1991 trafen sich die Gründer unseres Landesverbandes Karsten Holste, Gudrun Seidig, Brigitte Trebstein, Peter Hippe, Ingrid Knorek, Erika Pfalz und Otto Bösecke in Magdeburg, um den Verband im Bundesland Sachsen-Anhalt aus der Taufe zu heben.

Ziel war es, Betroffene und Angehörige unter einem Dach zu vereinen. Dies ist uns gelungen und heute gibt es 333 Mitglieder in Sachsen-Anhalt, die in insgesamt 14 aktiven Gruppen gemeinsam ihren Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. So gibt es in vielen Gruppen Trocken- oder Wassergymnastik. Auch die geselligen Treffen sind ein wichtiger Bestandteil. Unser Landesverband tut viel, um alle zusammen zu halten und das Gemeinschaftsgefühl zu fördern. So gibt es jährlich das Gruppensprechertreffen, das Mitgliederwochenende und die Schulung für unsere Therapeuten.

Dies alles war nicht im Alleingang zu bewältigen und viele Partner und Institutionen waren und sind mit im „Boot“. Bei allen, die seit vielen Jahren einen Anteil an dem Erreichten haben, wollten wir uns bedanken und organisierten dieses Jubiläumswochenende in Lubast.

Anlässlich des Jubiläums haben wir natürlich auch viele Gäste geladen. Leider sind nicht alle unserer Einladung gefolgt, so dass wir keine Vertreter der Krankenkassen begrüßen konnten.

Gefreut haben wir uns über die Teilnahme unseres Bundesvorsitzenden Peter Hippe, Helmut Mertins vom Landesverband Berlin und Jürgen Fichtner vom Landesverband Thüringen, die uns ihre Glückwünsche überbrachten. Grußadressen gingen aus den Landesverbänden Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein. Auch waren Dr. med. Alexander Schmidt, ärztlicher Direktor vom Eisenmoorbad Bad Schmiedeberg, sowie Herr Michael Reiser vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt angereist und brachten Glückwünsche mit.

Der wichtigste und wohl auch interessanteste Gast war unser Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, mit seiner Gattin. Frau Dr. Gabriele Haseloff ist die Schirmherrin des Landesverbandes Sachsen-Anhalt der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft. In seinem Grußwort, dankte er unseren Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Arbeit und ließ es sich nicht nehmen, die Gründungsmitglieder und aktive Mitglieder aus den Gruppen zu ehren.

Nach dem offiziellen Teil unserer Veranstaltung und einem leckeren Buffet konnten wir den Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein auf dem Goitzschesee mit dem Schiff MS Vinetta genießen. Die Zeit verging wie im Fluge und bei netten Gesprächen war die Rundfahrt viel zu schnell vorbei.

Zurück im Heidehotel Lubast und nach dem wieder sehr leckeren Abendbuffet folgte ein Training unserer Lachmuskeln. Mit einem witzigen und persönlichen Rundumwohlfühlprogramm unterhielt uns Frau Carola Bläss unter dem Motto „Jedem sein Klopapier“.

Die Zeit war auch schnell vorbei. Der restliche Abend wurde für ausgedehnte Gespräche genutzt.

Am nächsten Tag fand unsere jährliche Mitgliederversammlung statt und gegen Mittag waren wir nach einem sehr erfolgreichen und interessanten Wochenende für die Heimfahrt gerüstet.

Uns bleibt nun nur noch, ganz herzlich Dank zu sagen bei den Jugendlichen der Kreismusikschule Wittenberg, die die musikalische Umrahmung unserer Festveranstaltung gestaltet haben.

Bedanken möchten wir uns auch beim Team vom Heidehotel Lubast, vor allem bei Andrea Peukert, die uns alle Wünsche von den Augen abgelesen hat und dem Edeka Markt Habedank sowie natürlich bei allen Anderen, die dieses besondere Wochenende organisiert und vorbereitet haben, damit es unvergesslich bleibt.

Der Vorstand
des Landesverbandes Sachsen-Anhalt

 
 

Gruppensprechertreffen 2018 in Bad Bibra Hotel „BiberMühle“

Zu unserem diesjährigen GS-Treffen trafen sich die Mitglieder des Vorstandes und die Gruppensprecher und Kassierer der einzelnen Gruppen vom 21.04. bis 22.04. 2018 in Bad Bibra. Es waren die Gruppensprecher von Hettstedt, Stendal, Dessau und Merseburg sowie Vertreter aus den Gruppen Weißenfels, Zeitz, Magdeburg und Schönebeck anwesend. Das Thema für den Samstag lautete: “Neue und bekannte rechtliche Grundlagen in der Vereins- und Selbsthilfearbeit.“Dazu wurde als Referentin Frau Brigitte Schramm aus Apolda eingeladen. Sie ist Vorsitzende der Initiative Regionalgenossenschaft e.V. Heidenberg. In einer lockeren sehr informativen Atmosphäre übermittelte uns Frau Schramm Informationsstoff, der uns zum Auffrischen aber auch um neue rechtliche Inhalte unseren Wissenstand bereicherte. Wir wurden u.a. noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass das wichtigste Dokument des Vereins die SATZUNG ist. Ein weiterer wichtiger Punkt war der Kern der Selbsthilfe. So erfuhren wir auch, dass es das Vereinsrechts seit 1964 und dass es Öffentlichkeitsarbeit seit 1917 gibt. Da ab 25. Mai 2018 das europäische Datenschutzgesetz in Kraft tritt, ergab sich dies-bezüglich eine rege Diskussion zum Datenschutz, der sich Frau Schramm mit Kompetenz stellte. Durch Fragen aus den einzelnen Gruppen in Hinblick auf ihre Mitgliederpflege und den Umgang mit deren persönlichen Daten erhielten wir auch mal sehr praxisnahe Ausführungen und Erläuterungen durch die Referentin. Alle Teilnehmer waren sehr angetan von der Art und Weise dieser Beispiele und konnten mit verständlichen Wissen aus der Veranstaltung gehen. Am Sonntag wurde durch unseren Schatzmeister vom LV, Michael Thielicke eine Kassenprogramm-Schulung durchgeführt, die anfallende Fragen und Unsicherheiten klären konnte. Im Anschluss daran informierte der Vorstand über weitere Termine des LV wie z.B. die Mitgliederversammlung, das Wochenendseminar und die wieder geplante Therapeutenschulung. Den Vertretern der Gruppen wurde die Möglichkeit eingeräumt, „Probleme“ in ihren Gruppen anzubringen und Informationen vom Vorstand einzuholen wie z. B. stellt man einen Antrag für ein engagiertes Mitglied, um es für eine Auszeichnung vorzusehen. Nach dem gemeinsamen Mittagstisch verabschiedete der Vorsitzende Harald Warmuth die Teilnehmer und wünschte einen guten Nachhauseweg. Jürgen Wagner GS Gruppe Merseburg

 
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